Alter und neuer Ortsverein-Vorstad Juli 2026
Bericht des Gäuboten vom 15. Juli:
Den Schlossturm sichtbar machen Herrenberg. SPD-Ortsverein bestätigt Frank Däuber als Sprecher und blickt zurück – sowie voraus.
Die Mitgliederzahl steigt auf 106 Mitglieder, der Kassierer berichtet von schwarzen Zahlen. Es schien, als wäre für die Sozialdemokraten alles gut, aber die Enttäuschung über das sehr schlechte Abschneiden der Partei bei den Landtagswahlen beherrschte den Raum, heißt es hierzu in einer Pressemitteilung der SPD. Wie aktiv der Vorstand gewesen sei, davon zeugte der Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden Frank Däuber. Es sei wohl gerade die Kombination von politischem und sozialem Angebot, die die Stabilität der Herrenberger ausmache, wird der Fraktionschef im Kreistag, Tobias Brenner, zitiert.
Neben der aufwendigen Organisation des Bundestags- und Landtagswahlkampfs, den Mitgliederversammlungen, der Teilnahme am Weihnachtsmarkt oder am Streetlife-Festival der Stadt habe die kritische Begleitung der bundes- und landespolitischen Entscheidungen der SPD im Vordergrund gestanden. „Leider haben wir bis heute keine Antwort des Bundesvorstands auf unsere Herrenberger Erklärung erhalten“, berichtete Däuber den Mitgliedern. Besonders viel Zuspruch erhalte der Ortsverein bei den sozialen Angeboten wie Stammtischen, Kegelabenden, dem Sommerfest oder der Neujahrswanderung. Politik im Kreistag und im Gemeinderat beleuchtet Sehr persönlich bedankte sich Frank Däuber dann bei den aus dem Vorstand ausscheidenden Mitgliedern Palmira Angelucci, Jannis Ahlert, Jürgen Metz, Fatih Dursun und Björn Mattern. Bei den Neuwahlen erhielten laut der Pressemitteilung der Vorsitzende Frank Däuber, der stellvertretende Vorsitzende Paul Bircea sowie Joachim Ottmar als Kassier und Christoph Rau als Schriftführer, Farina Semler als Beisitzerin sowie Petra Menzel, Walter Fleck und Michael Kohler als Kassenprüfer große Mehrheiten. Tobias Brenner verwies in seinem Bericht aus dem Böblinger Kreistag auf die dramatische Kassenlage des Kreises. Es fehlten 80 Millionen Euro, die der Landkreis eigentlich mit einer Erhöhung der Kreisumlage um zehn Prozent- punkte verringern müsse. „Das können wir den Kommunen, die ebenfalls in einer nie dagewesenen Finanzklemme stecken, nicht zumuten.“ Er betonte, dass es der gemein- samen Fraktion von SPD und Linken gelungen sei, die Arbeit der HASA weiterzuführen, dass das Frauenhaus in Herrenberg und der Neubau des Fortis realisiert wor- den seien und dass eine kommunale Bürgerbaugenossenschaft gegründet worden sei, um preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. Wichtige Entwicklungen weiter vorantreiben Der Fraktionschef im Herrenberger Gemeinderat, Bodo Philipsen, betonte laut Pressemitteilung, dass es der inzwischen recht kleinen Fraktion immer wieder gelinge, wichtige Entwicklungen der Stadtgesellschaft wie Windenergie, Förderung des Radverkehrs, Ganztageschulkonzepte in den Grundschulen, Neubau der Schule am Grafenberg und der Albert-Schweitzer- Schule sowie die Klimaanpassungsstrategie voranzutreiben. Zudem sei es den Sozialdemokraten wichtig, dass das historische Bewusstsein angesichts der bedrohlichen Lage der Demokratie in Deutschland hoch- gehalten werde. „Endlich ist es uns jetzt gelungen, neben der Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus in Herrenberg auch Hindenburg als Ehrenbürger der Stadt zu streichen.“ Zum bevorstehenden 800-jährigen Stadtjubiläum möchte die SPD die mittel- alterliche Ständegesellschaft auch städte- baulich wieder sichtbar machen, indem man den Südwestturm des Schlosses wie- der ikonografisch sichtbar mache. Außerdem möchte die Fraktion die Lücke in der historischen Erforschung der Stadtgesellschaft von 1871 bis in die 50er Jahre mit einer wissenschaftlichen Arbeit schließen
-gb-