Durchschnittsalter steigt weiter

Veröffentlicht am 08.07.2022 in Presseecho

Geehrte bei der SPD (vorne von links): Eberhard Drake, Paul Schmid, Hubert Molls, (zweite Reihe von links): Vorsitzender Frank Däuber, Dieter Gottschall, Ingrid Herbrich-Fischer, Jürgen Heuer und die Vorsitzende Petra Menzel. (GB-Foto: gb)

Gäubote vom 08.07.2022

Herrenberg: Jahreshauptversammlung der SPD ehrt in der Mensa Längenholz für 400 Jahre Mitgliedschaft. Vorsitzende werden in ihrem Amt bestätigt.

Über 400 Jahre Mitgliedschaft konnte der Herrenberger SPD-Ortsverein auf seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung ehren. Eberhard Drake kam dabei auf die längste Mitgliedschaft mit 61 Jahren, Paul Schmid, ehemaliger SPD-Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender, stieß 1962 zur Partei. Neben diesen beiden wurden weitere sechs Genossinnen und Genossen für ihre langjährigen Mitgliedschaften geehrt: für 50 Jahre Ingrid Herbrich-Fischer, Dieter Gottschall, der ehemalige Stadtrat und Ortsvereinsvorsitzende Hubert Molls und Rainer Rottke, für 40 Jahre wurden Jürgen Heuer und Ruth Paulowitsch gewürdigt.

In ihrem Rechenschaftsbericht mussten die beiden Vorsitzenden Petra Menzel und Frank Däuber zwar einräumen, dass das Durchschnittsalter im Ortsverein erneut gestiegen sei, man aber sehr froh sei, als Neumitglieder überwiegend sehr junge Frauen und Männer gewinnen zu können. Mit über 100 Mitgliedern ist der Herrenberger Ortsverein der viertgrößte im Landkreis, gemessen an der Einwohnerzahl sogar der größte. Trotz Corona-Beschränkungen konnte der Ortsverein mehrere Versammlungen digital durchführen, in denen es vor allem um den Ausgang der Landtags- und Bundestagswahlen ging. Diese beiden Wahlen haben in den beiden vergangenen Jahren vor allem die Arbeitskraft des Vorstands gebunden.

Obwohl beide Vorsitzenden inzwischen auch im Gemeinderat sind, waren sie doch bereit, erneut für den Vorsitz im Ortsverein zu kandidieren. Beide wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Als stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins wurde der 20-jährige Jannis Ahlert aus Kuppingen gewählt, der als Student in Tübingen auch Vorsitzender der dortigen Juso-Hochschulgruppe ist und in Herrenberg aktiv in der Jugendbeteiligung mitwirkt. Erneut kandidierten erfolgreich als Kassier Joachim Ottmar und als Schriftführer Christoph Rau. Als Beisitzer wurde neu der 28-jährige Ismail Özkan, Betriebsrat bei Mercedes und Kreisvorstandsmitglied der Jusos, und die 44-jährige Sotiria Koutalakidou, Finanzbuchhalterin bei Mercedes gewählt. Dasselbe gilt für Palmira Angelucci, Björn Mattern und Georg Menzel. Pia Ellen Böttcher und Sven Reutner verlassen durch Wegzug den Vorstand. Gisela Schöler hat nach sehr vielen Jahren engagierter Vorstandstätigkeit ebenfalls nicht wieder kandidiert. 

Nach den Vorstandswahlen berichtete Bodo Philipsen noch aus der Arbeit der Fraktion im Gemeinderat. „Alle großen Krisen der Welt kommen irgendwie immer auch in der Kommune an, wo wir dann an Lösungen arbeiten müssen.“ So verwies er auf die schwierige Situation der Stadtwerke angesichts der explodierenden Gaspreise, auf die ukrainischen Flüchtlinge oder die schwieriger werdenden Finanzen der Stadt.  „Jetzt beginnt Politik richtig, wenn wir Prioritäten setzen müssen.“ Mit Sorge verwies er auf die wachsenden Probleme aller Kommunen, Fachkräfte zu gewinnen. Zahlreiche wichtige Aufgaben müssten inzwischen liegenbleiben, weil es kein Personal mehr gäbe. Der Klimafahrplan, der Masterplan  Schulen und der Wohnbau seien die zentralen Aufgaben, mit denen sich der Gemeinderat momentan beschäftige.

Mit Stolz verwies Philipsen darauf, dass die SPD alle drei Themen entscheidend mitangestoßen habe. „Wir als kleine Fraktion spielen im Rat eine wichtige Mittlerrolle.“ Die kommunale Demokratie sieht er gefährdet, wenn sich immer weniger Bürger über kommunale Themen informieren würden. Es müsse einen nachdenklich machen, wenn die regionale Zeitungslandschaft immer dünner werde und das Internet diese Lücke nicht schließt. „Nur wenn die Wahlbürger informiert sind, können sie auch qualifiziert wählen.“ Auch wenn es immer wieder auch Kritik gäbe, könne sich Herrenberg mit seiner Entwicklung sehen lassen. „Umfragen belegen, dass die meisten gerne in unserer Stadt wohnen“, so der Fraktionsvorsitzende.

-gb-

 

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