12.09.2021 in Aktuelles

Bundestagswahl Infostand

 

Gleich geht's los. 4 Genossen am Wahlkampfstand im unteren Graben (von l. Dieter Gottschall, Joachim Ottmar, Walter Fischer, Arabinda Ghosh) Bild: P. Menzel
 

07.09.2021 in Presseecho

Schulen offen halten

 

Gäubote vom 07.09.2021

Meine Meinung

Von Bodo Philipsen, SPD-Stadtrat in Herrenberg

Nun starten die Schulen ins neue Schuljahr und viele Eltern fürchten, dass zahlreiche Familien das Coronavirus aus den Urlaubsländern in die Schule tragen. Bundesländer, in denen die Schulen bereits begonnen haben, belegen diese Gefahr.

Was ist, so fragen sich viele, wenn wir als Familie wieder in Quarantäne müssen, welches Risiko tragen unsere Kinder, wenn sie sich infizieren? Nein, wirklich besser vorbereitet sind wir auch nach mehr als 20 Monaten Pandemie nicht. Für die Kinder unter zwölf haben wir keinen Impfstoff, wir haben immer noch keine Luftfiltergeräte in den Klassenräumen, kein regelmäßiges, systematisches und sensitives Testverfahren mittels Pool-PCR-Tests und auch digitale Lernplattformen sind noch in den Kinderschuhen. Da werden die Bekundungen vieler Politiker, dass es zu keinen weiteren Schulschließungen kommen wird, bei exponentiellen Anstiegen der Infiziertenzahlen schnell zu Makulatur. Um unsere Kinder zu schützen, wäre das wichtigste, dass wir Erwachsene uns alle rasch impfen lassen. Unfassbar, dass trotz jetzt vorhandener Impfstoffe und trotz klar nachgewiesener Wirksamkeit noch immer einige zögern beziehungsweise laut gegen Impfungen Propaganda treiben. Geradezu gruselig wirken da die Bilder aus den USA auf mich, auf denen Impfgegner die Intensivstationen füllen und kurz vor ihrem Tod ihre ideologische Verblendung bedauern. Auch manche Debatten hierzulande über die Masken bei Kindern sind nur noch gespenstisch, wenn doch ihre Schutzwirkung eindeutig bewiesen ist und es keinerlei Nachweise von Schädigungen gibt. Masken, Lüften, regelmäßige Tests und Luftfilter sind die Maßnahmen der Kommune, die jetzt zur Verfügung stehen müssen. Pädagogisch stelle ich mir den Schulbeginn so vor, dass Schüler/innen mit Freude bei Klassenfahrten, Wandertagen, Sportfesten und Projekttagen ins Schuljahr starten und die Gemeinschaft stärken, die so lange gelitten hat, statt noch mehr Stress zu erzeugen, in dem man schnell Lernstoff nachholt.

Übrigens: Eine um fünf Minuten reduzierte Unterrichtsstunde verringert die Ansteckungsgefahr auch schon um 20 Prozent. Wir alle sind es unseren Kindern schuldig, dass wir die Schulen offen halten.

19.08.2021 in Presseecho

Wohnungsmarkt bleibt angespannt

 

Gäubote vom 19.08.2021

Meine Meinung

Von Petra Menzel, SPD-Stadträtin in Herrenberg

Wohl dem, der eine Wohnung hat. Wer für seine Familie in Herrenberg ein Dach über dem Kopf sucht, braucht viel Glück. Die wenigen Angebote lauten so oder ähnlich: 106 qm, 1320 Euro/Monat kalt oder 90 qm, 1200 Euro/Monat kalt. Das knappe Angebot diktiert die Preise. Die Faustregel „maximal 1/3 des Nettoeinkommens für Miete und Nebenkosten“ können viele Haushalte nicht mehr einhalten. Trotz Wirtschaftswandel und Coronakrise gibt es in unserer Region keinen Bevölkerungsrückgang, sondern nach wie vor Fachkräftemangel, nicht besetzte Ausbildungsplätze und eine anhaltende Abwanderung aus den Zentren ins Umland. Obwohl die Landesverordnung zur Begrenzung der Mietpreise im Kreis formal nur für Leonberg und Sindelfingen gilt, ist der Wohnungsmarkt auch in Herrenberg angespannt. Belegen können das alle, die hier keine Wohnung gefunden haben, ins Umland gewandert oder trotz eines guten Arbeitsplatzangebots erst gar nicht hergezogen sind. Grundlage zur Festlegung „angespannter Wohnungsmärkte“ ist ein qualifizierter Mietspiegel, den es für Herrenberg nicht gibt. Das bedeutet, dass weder eine Mietpreisobergrenze noch städtische Vorkaufsrechte zur Behebung des Wohnraummangels anwendbar sind. Ein Mietspiegel könnte Abhilfe schaffen.

Gut, dass Baulücken geschlossen werden und Nachverdichtungen in Herrenberg zugenommen haben. Die Bebauung des Leibfried-Areals und in Kürze auch des angrenzenden Meixner-Areals, die Neubauquartiere Aischbach-Gelände und Schäferlinde schaffen rund 500 neue Wohnungen in zentraler Lage für eine Stadt der kurzen Wege.
 
Bei rund 10000 fehlenden Wohnungen im Landkreis Böblingen reichen diese Anstrengungen allein nicht aus. Herrenberg als Große Kreisstadt mit guter Schienenanbindung und Infrastruktur muss einen solidarischen Beitrag zur Deckung des regionalen Wohnungsbedarfs leisten. An Herrenberg-Süd führt deshalb kein Weg vorbei. Die anhaltende Zersiedelung ins immer weitere Umland ist keine Alternative.

05.08.2021 in Presseecho

Prekäre Themen angeschnitten

 

Herrenberg: Engagierte Beteiligung der SPD-Mitglieder bei Versammlung

Von Petra Gieseler

Der idyllische Versammlungspunkt, die Grillhütte Oberjesingen, den die SPD Herrenberg mit der Aussicht auf einen Grillabend ausgesucht hatte, um sich corona-konform versammeln zu können, blieb kein Garant dafür, dass heikle Tagesordnungspunkte nicht angesprochen oder gar gemieden wurden.

Vorsitzende Petra Menzel gab ihrer Freude darüber Ausdruck, dass man sich nach über einem Jahr nun endlich wieder persönlich habe treffen können. Dann ließ sie die beiden vergangenen Jahre kurz Revue passieren und hob die Jahreswanderung 2019 lobend hervor. Ihr Dank richtete sich dabei an Beisitzerin Palmira Angelucci. Sodann rief sie Veranstaltungen im März 2020 mit Jasmina Hostert sowie mit Hubertus Heil in Erinnerung.

Waren bis Juni 2020 noch persönliche Zusammenkünfte möglich, musste man sich fortan via Videokonferenzen untereinander austauschen. Dennoch ein Lob: „Der neue Vorstand arbeitet gut und ideenreich.“ Die Vorsitzende beleuchtete den Stadtspaziergang in Herrenberg mit Jan Hambach und die Vorbereitungen für dessen Nominierung bei Landtagswahl auf Kreisebene. Voller Anerkennung berichtete Petra Menzel über den Online-Landesparteitag in Freiburg.

Mit 105 Mitgliedern (ein Drittel Frauen, zwei Drittel Männer) sei man der drittgrößte Ortsverein im Landkreis und im Wahlkreis Böblingen. „Die Zahl der Mitglieder ist einigermaßen stabil geblieben. Es gab Austritte durch Wegzug, aber wir konnten auch neue Mitglieder begrüßen. Das Durchschnittsalter liegt bei 60 Jahren. Ein Thema, das wir angehen müssen, ist, junge Mitglieder zu gewinnen“, sagte Petra Menzel.

Sanierung der Schulen als Top-Thema für Kreisrat Brenner

Dr. Tobias Brenner brachte den Bericht der Kreistagsfraktion, die Themen bezahlbarer Wohnraum und das Frauenhaus, das in Herrenberg angesiedelt werden soll, zur Sprache. Auch die Bildung und die Sanierung der Schulen sei ein „Top-Thema“, sagt Brenner. Den Diskussionspunkten öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und die Krankenhausversorgung werde an anderer Stelle eingehender besprochen. „Wir brauchen eine gute Versorgung. Und die haben wir mit unseren Ärzten.“ 

Petra Menzel hob die Punkte Flüchtlinge in Herrenberg, Verkehrsplanung, Wohnungsmarkt und als „Uralt-Thema“ Fruchtkasten hervor. Sie zeigte sich erfreut darüber, dass Flüchtlinge aus dem Mittelmeerraum in Herrenberg „einen sicheren Hafen“ haben finden können, und dankte für das Engagement der Mitglieder hinsichtlich einer neuen Bestimmung des Fruchtkastens. Die dort angedachte, potenzielle Begegnungsstätte für Bürger soll mit fast 40 Prozent vom Bund gefördert werden. In Bezug auf den Wohnungsmarkt sei eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft erforderlich. Dies sei geprüft worden und alsbald abstimmungsreif. Hingegen seien die 18 Millionen Euro für den Durchstich von der Horber Straße zur Nagolder Straße nicht gut angelegt worden.

Hans-Jürgen Jüngling und Andreas Kegreiß meldeten sich zum Aischbach-Areal und Radwegenetz zu Wort. Es zeigte sich Diskussionsbedarf. Nach Wortgefechten kam man überein, dass diese Anliegen an anderer Stelle bearbeitet werden sollten.

31.07.2021 in Aktuelles

Jahreshauptversammlung und Grillabend

 

Nachdem lange Zeit corona-bedingt Präsenz-Veranstaltungen auch im SPD-Ortsverein unterbleiben mussten, fand am 30.07.2021 die Jahreshauptversammlung vor der Grillhütte/im Zelt beim Sportplatz Herrenberg-Oberjesingen statt. Nach Rechenschaftsberichten von Vorstand, Kassier und Kassenrevisoren, Bericht aus den Kreistag und Aussprache folgte der traditionelle Grillabend.

Jasmina Hostert

Kandidatin im Wahlkreis 260 Böblingen für die Bundestagswahl am 26.09.2021 Homepage

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