Antrag
Die Hindenburgstraße wird in Willy Brandt-Straße umbenannt.
Antrag
Die Hindenburgstraße wird in Willy Brandt-Straße umbenannt.
Begründung:
1.Hindenburgist in der deutschen Geschichte eine nicht nur umstrittene, sondern eindeutig negative Persönlichkeit, die nicht durch die Benennung einer Straße gewürdigt werden sollte. Es wird höchste Zeit, dass wir auch in Herrenberg diesem Sachverhalt Rechnung tragen und nicht weiter die Legendenbildung um Hindenburg fördern. Es ist sicherlich richtig, dass wir uns auch mit den problematischen Seiten unserer Geschichte auseinandersetzen müssen, aber wir sollten nicht denjenigen ehren, der das größte Verbrechen in der deutschen Geschichte möglich gemacht hat.
Hindenburg ist damit ein typischer Repräsentant des deutschen Sonderweges: Die alten konservativen Eliten haben in Deutschland im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts Demokratie behindert und bekämpft und sich letztlich sogar mit Hitler eingelassen, um ihre alte Vormachtstellung zu bewahren.
Alle Straßen, die 1933 in Herrenberg im Rahmen der Machtübergabe an Hitler umbenannt wurden, sindgleich nach 1945 wieder umbenannt worden. Nur die Hindenburgstraße wurde nicht wieder die Gartenstraße. Wir haben es also bei dieser Namensnennung noch um eine Altlast des Gleichschaltungsprozesses zu tun, die längst wieder abgeschafft gehört.
2.Im Jahr 2013 ist der 100.Geburtstag von Willy Brandt. Er ist einer der größten Politiker der Bundesrepublik Deutschland. Für seine Aussöhnungspolitik mit dem Osten hat er 1971 den Friedensnobelpreis erhalten. Als Opfer des Nationalsozialismus, der vor der Diktatur ins Exil fliehen musste, hat er sich als Deutscher zu den Verbrechen des Nationalsozialismus bekannt und sich dafür gegenüber den Opfern entschuldigt. Seine Politik des „Wandels durch Annäherung“ hat die Friedliche Revolution in der DDR mit ermöglicht und damit die Einheit Deutschlands. Er vertrat immer entschlossen die Wiedervereinigung Deutschlands. („Es wächst nun zusammen, was zusammen gehört“) Mit seiner Politik der Inneren Reformen gelingt es ihm, die Bundesrepublik zu einem demokratischen Sozialstaat weiterzuentwickeln. Nach seinem Rücktritt erhält er große internationale Anerkennung durch seine fast 20jährige Präsidentschaft der „Sozialistischen Internationale“ und vor allem durch den Vorsitz der „Nord-Süd-Kommission“ und den dort 1980 verabschiedetenNord-Süd-Bericht.
Für die Fraktion
Bodo Philipsen
Fraktionsvorsitzender
03.07.2026, 19:30 Uhr Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen
Rechenschaftsberichte und turnusmäßige Neuwahl des Vorstandes
08.07.2026, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr Kreisvorstandssitzung
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14.10.2026, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr Kreisvorstandssitzung
11.11.2026, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr Kreisvorstandssitzung
09.12.2026, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr Kreisvorstandssitzung