Die SPD hat die rote Farbe wieder

Veröffentlicht am 04.10.2021 in Presseecho

Gäubote vom 04.10.2021

Herrenberg: Freude über Bundestagsmandat bei Wahlnachlese des Ortsvereins

„Wenn Olaf Scholz Kanzler wird, dann lade ich euch alle zu einem Fest an einer langen Tafel mit rotem Tischtuch ein“, so wird eine Genossin in einer Pressemitteilung über die Mitgliederversammlung des Herrenberger SPD-Ortsvereins zitiert. Dort war die Freude über den Wahlerfolg „nach so vielen Enttäuschungen bei Wahlen bei allen Mitgliedern an diesem Abend mit Händen zu greifen“, heißt in dem Bericht weiter.

Die Ortsvereinsvorsitzende Petra Menzel unterstrich vor allem die Chancen, die sich ergeben, wenn mit Jasmina Hostert erstmalig nach 23 Jahren wieder eine Sozialdemokratin als Abgeordnete den Wahlkreis in Berlin vertrete. „Das wird unsere Arbeit auch vor Ort deutlich erleichtern.“ Sie sei als Abgeordnete mit Migrationsgeschichte schon heute in vielen überregionalen Medien sehr gefragt.

Ihr Co-Vorsitzender Frank Däuber zeigte sich zufrieden, dass die SPD mit ihrem Programm nach Mindestlohnerhöhung, sicherer Rente, bezahlbaren Wohnungen und Klimaschutz wieder zu ihren sozialen Kernthemen gefunden habe: „Die SPD hat die rote Farbe wiederentdeckt.“ Zahlreich waren die Wortmeldungen auf dieser Wahlnachlese. Der weit über 90-jährige Ehrenvorsitzende Walter Fischer habe angemahnt, dass die neue Regierung nun endlich zum Modell in der Welt werden müsse, wie Umwelt und sichere Arbeitsplätze gemeinsam zu erreichen seien. Herrenberg  olle als Voltaikkommune Zugpferd für andere Gemeinden werden. Zentrale Aufgabe von Sozialdemokraten in einer neuen Regierung sei es, den zehn Millionen Menschen eine Perspektive zu geben, die trotz Vollzeitarbeit gerade so leben, aber nie etwas sparen könnten. Jannis Ahlert, Juso und Mitorganisator von Fridays for Future in Herrenberg unterstrich, dass es nun aber nicht ausreiche, einzelne Spiegelstriche aus dem Programm umzusetzen, sondern es müsse daraus eine sozialdemokratische Geschichte entstehen, die den Menschen wie- der Vertrauen und Zuversicht in politisches Handeln gebe. „Das ist vor allem für junge Wählerinnen und Wähler sehr zentral.“ Die Ampel werde kommen, so Georg Menzel, weil auch ein Großteil der Wirtschaft auf diese politische Konstellation setze. Bodo Philipsen, Fraktionsvorsitzender der SPD im Herrenberger Gemeinderat mahnte dann aber doch, dass man bei aller Freude nicht vergessen sollte, dass die Partei von 75 Prozent der Wählerinnen und Wähler nicht gewählt worden sei: „Auch bei die- sem tollen Ergebnis ist jede Art von Hochmut unangebracht.“ Viele Felder wie Außen- und Sicherheitspolitik seien von der SPD programmatisch noch zu bearbeiten. Hocherfreut zeigte er sich über den Rückgang der Wählerstimmen für die AfD und ihren Kandidaten Frohnmaier im Wahlkreis. Der offensichtliche programmatische Niedergang der CDU/CSU und ihr „erbärmliches Lavieren“ nach der Wahl erfülle ihn aber nicht mit Freude. „Es war in der Geschichte der Bundesrepublik stabilisierend, dass es zwei große Volksparteien gab, die sich jeweils einen Partner für die Regierungsbildung gesucht haben“, so Philipsen. Regierungen mit drei und mehr Partnern erforderten sehr weitreichende Kompromisse, die die eigene Anhängerschaft dann enttäuschten und wiederum zu weiterer Zersplitterung der Parteienlandschaft führen.

Am Ende einer langen Aussprache zeigte sich die Vorsitzende Petra Menzel aber sehr zuversichtlich, dass die sozialdemokratische Verhandlungskommission mit Scholz und Malu Dreyer eine neue Regierung zusammenbringen könne.

-gb-

 

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