In großer Sorge um die Demokratie

Veröffentlicht am 13.07.2019 in Presseecho

Gäubote vom 13.07.2019

Herrenberg: Philipsen und Holczer stehen SPD-Fraktion auch künftig vor

Seit mehr als 26 Jahren ist Bodo Philipsen Vorsitzender der SPD im Herrenberger Gemeinderat. Nun wählten die SPD-Gemeinde- und Ortschaftsräte ihn erneut zu ihrem Vorsitzenden für die nächste Legislaturperiode.

Auch Sarah Holczer wurde als Stellvertreterin Philipsens bestätigt, teilt die SPD nun in einem Pressetext mit. Als Tandem waren beide in den Wahlkampf gezogen. In dem Zuwachs der absoluten Stimmenzahl bei den Kommunalwahlen sehen Philipsen und Holczer eine Bestätigung der Arbeit der SPD.

„Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, bilanziert der alte und neue Vorsitzende in einer Rede auf der konstituierenden Sitzung der neuen Fraktion. Trotz der sehr schwierigen Situation der Bundes- und Landes-SPD sei es gelungen, die Sitzzahl zu halten. Dennoch müsse die SPD jünger, frischer und lebendiger werden. „Schade, dass nicht mehr junge Kandidaten, Frauen oder Kandidaten mit Migrationshintergrund in den Gemeinderat gewählt worden sind“, so Philipsen. Bei den „zahlreichen Initiativen“ der Sozialdemokraten im Rat sei in der Bürgerschaft auch zu wenig der eigentliche soziale und demokratische Markenkern der Partei ins Bewusstsein gedrungen.

Warum braucht es die SPD? Dies müsse in den kommenden Jahren deutlicher werden, betont Philipsen. Auch in Herrenberg sei die soziale Schieflage, in die die bundesdeutsche Gesellschaft geraten sei, deutlich festzumachen. Viele könnten sich heute in einem der reichsten Landkreise keine vernünftige Wohnung oder die Kinderbetreuung mehr leisten. Falls der Fahrzeugbau in eine strukturelle Krise gerate, sei der soziale Friede gefährdet.

Philipsen: Hetzer treten immer dreister auf

Große Sorgen macht sich Philipsen auch um den Erhalt der Demokratie. Bis weit in die Mitte der Gesellschaft seien populistische Positionen bereits eingedrungen, das Vertrauen in den Staat und seine Organe sei dramatisch gesunken. Nationalistische und rassistische Hetzer träten immer dreister auf und drohten den Anhängern einer liberalen und toleranten Gesellschaft ganz offen für den Fall ihrer „Machtübernahme“. Die Erkenntnisse auch aus der Studie über den Nationalsozialismus in Herrenberg unterstrichen, wie schnell aus einer demokratischen Kulturgesellschaft eine menschenverachtende Diktatur werden könne. Als älteste deutsche Partei, die in ihrer langen Geschichte immer wieder für Freiheit und Demokratie eingetreten sei, sieht er die SPD in dieser brisanten Gemengelage in einer besonderen Verantwortung.

Mit großer Dankbarkeit verabschiedeten die Sozialdemokraten ihre Urgesteine Günter Achilles und Hubert Molls. Mehr als ein halbes Menschenleben sei Achilles aktiv in der Kommunalpolitik für eine moderne Stadtentwicklung und für sozialen Ausgleich eingetreten. Immer habe er klar Position bezogen und diese politisch aus seinen Wertvorstellungen her begründet. Rhetorisch brillant und unübertroffen in der Kenntnis der Rechte des Gemeinderates habe er mitunter für seinen Standpunkt gefochten.

Hubert Molls sei in seiner kommunalpolitischen Arbeit vom Vertrauen der Bürger in seine Person getragen gewesen. Sachlich und mit viel Erfahrung habe er seine Meinung vertreten, immer bereit, auch auf andere zuzugehen. Auch wenn diese beiden Stadträte nur schwer zu ersetzen seien, freue er sich sehr, so Philipsen, mit Petra Menzel und Frank Däuber zwei äußerst kompetente Kräfte neu in der Fraktion begrüßen zu können. So würde das einmalig gute Verhältnis zwischen Ortsverein und Fraktion nochmals unterstrichen. Mit Stefan Halanke habe sich ein in der Stadt sehr gut verankerter Kandidat erneut durchgesetzt. Ebenfalls mit großem Dank wurden die drei langjährigen Ortschaftsräte Anne Zocher, Wolfgang Tallafuss und Christoph Nau verabschiedet.

-gb-

 

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