SPD will Klimafahrplan

Veröffentlicht am 09.08.2019 in Presseecho

Gäubote vom 09.08.2019

Herrenberg: Gemeinderat soll entscheiden

Die SPD im Herrenberger Gemeinderat will, dass die Stadt einen kommunalen Klimafahrplan erarbeitet. Ziel soll sein, dass Herrenberg spätestens im Jahr 2050 „klimaneutral“ sein soll, betont Fraktionschef Bodo Philipsen.

Nachdem die Grünen bereits einen Ratsantrag gestellt haben, wonach Herrenberg – analog zu anderen Städten wie zum Beispiel Konstanz oder Karlsruhe – den Klimanotstand ausrufen soll (der „Gäubote“ berichtete), fordert SPD-Sprecher Bodo Philipsen nun einen Klimafahrplan. Dieser soll sich in mehrere Bereiche gliedern: Klimaschutz in der Energiewirtschaft (Energieeinsparung und Energieerzeugung), Bauen und Wohnen (hier soll eine Strategie erarbeitet werden), Mobilität, Industrie und Wirtschaft, Stadtklima (Luft/Wasser/Grün), Landwirtschaft, Klimaschutz in der allgemeinen Landnutzung und Forstwirtschaft sowie „übergreifende Maßnahmen“ – unter anderem Schutzmaßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels. Der alle Bereiche umfassende integrierte Klimafahrplan soll in regelmäßigen Abständen evaluiert, angepasst und fortgeschrieben werden, heißt es hierzu weiter.

Fraktion schlägt Bildung eines Klimarats vor

Um den Klimafahrplan zu erstellen, soll nach Philipsens Vorstellung ein Klimarat gebildet werden, in dem die Verwaltung, Stadtwerke, Gemeinderat, Vertreter von Handel und Gewerbe, des Handwerks, der Bauwirtschaft, der Land- und Forstwirtschaft, der Agendagruppe und Vertreter der Bürgerschaft der Stadt mitwirken. Die SPD will zum einen ein „strategisches Gesamtkonzept“ sowie andererseits einen „konkreten Fahrplan zur Umsetzung von Maßnahmen“. Das Konzept soll neben den kommunalen Einrichtungen auch Privathaushalte, Handwerk, Handel, Industrie, Land- und Forstwirtschaft sowie Verkehr mit einbeziehen.

Philipsen befürchtet dramatische Entwicklung

„Die Dramatik des laufenden Klimawandels wird immer sichtbarer. Rasches und konsequentes Handeln kann das Schlimmste noch verhindern. Die Kosten präventiver Maßnahmen werden hoch sein, gänzlich unbezahlbar und unverantwortbar ist aber die Behebung der Folgen eines ungebremsten Klimawandels. Präventive Maßnahmen bergen gleichzeitig die Chance, Gelder im heimischen Wirtschaftskreislauf zu binden und zu nutzen“, schreibt Philipsen hierzu in seiner Begründung.

Die Ziele des Pariser Klimaabkommens könnten nur durch gesamtgesellschaftliche Anstrengungen erreicht werden. „So wichtig Entscheidungen auf nationaler und internationaler Ebene auch sein mögen, ambitionierte Klimaschutzziele sind ohne engagierte Kommunen nicht zu erreichen. Kommunen sind Vorbild, Impulsgeber und Ordnungsmacht“, so Philipsen weiter.

Klimaschutz findet laut dem SPD-Antrag in den unterschiedlichsten Bereichen – Bauen, Wohnen, Verkehr, Gewerbe und Industrie, Energieerzeugung und -verbrauch – statt. Dementsprechend ergeben sich eine Vielzahl von Handlungsoptionen, um klimaschützende Prozesse zu implementieren. Durch mehr Dienstleistungen und einen Ausbau der regenerativen Energien könnte eine stärkere Wertschöpfung in der Region entstehen. Die Stadtwerke Herrenberg könnten Klimaschutz zu einem Geschäftsfeld entwickeln, indem sie selber die regenerativen Energiepotenziale vor Ort erschließen und den Kunden beim Energiesparen helfen.

-gb-

 

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