Jugendhaus Personalbudget und Sanierung/Renovierung

Veröffentlicht am 06.01.2019 in Gemeinderatsfraktion
  1. Das Personalkostenbudget des Jugendhauses wird um 45.000€ befristet auf 2 Jahre erhöht.
  2. Die Sanierung des Jugendhauses erfolgt in Eigenregie der Jugendhausmitarbeiter als Projekt mit den Jugendlichen/ Jugendhausbesuchern. Die Materialkosten übernimmt die Stadt Herrenberg. Die Planung wird über die Stadtverwaltung direkt vergeben und abgerechnet.
  3. Ein Zeit- wie auch Kostenplan für die Sanierung/Renovierung wird durch das Jugendhaus in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung erstellt, der dem Gemeinderat zur Kenntnis zeitnah vorgelegt wird.
  4. Das Jugendhaus darf externe Personalkosten aus diesem Personalkostenbudget bezahlen.

Begründung:
Die Aufgaben der Jugendhausmitarbeiter sind vielschichtiger geworden. Die Besucherzahlen steigen und die Themen/Probleme der Jugendlichen sind betreuungsintensiver geworden. Hierdurch kommt es zu einem personellen Engpass in der offenen Jugendarbeit. Jugendliche können durch die Individualbetreuung immer weniger in der offenen Jugendarbeitet angeleitet und unterstützt werden. Um dem entgegenzuwirken, wird das Personalkostenbudget erhöht und eine flexiblere Einsatzmöglichkeit der Gelder ermöglicht. Durch eine zusätzliche Personalstelle sind wieder Projektarbeiten im Jugendhaus möglich. Darüber hinaus kann über den Einkauf von externen Mitarbeitern zu bestimmten Themenstellungen das Stammpersonal entlastet und die Jugendhausbesucher gezielter unterstützt werden.

Die Veränderung der Arbeit und die Zunahme der Individualbetreuung entnehmen sie dem angehängten Bericht.

Ein Projekt, welches innerhalb der offenen Jugendarbeit und darüber hinaus sinnstiftend verwirklicht werden kann, ist die Sanierung des Jugendhauses in Eigenregie. Genau dieses Projekt wollen wir durch die Erhöhung des Personalkostenbudgets realisieren. Aufgrund der beruflichen Ausbildung eines Jugendhausmitarbeiters (Zimmermannmeister) ist es möglich, fachmännisch eine Sanierung/Renovierung in Eigenregie durchzuführen. Die Jugendhausbesucher können hier handwerkliche Fähigkeiten erwerben und eine neue Form der Zugehörigkeit innerhalb des Jugendhauses erleben. Zwei wichtige Aspekte werden hier bedient, zum einen können wir das Interesse an Handwerksberufen wecken und zum anderen findet hier eine identifikationsstiftende Maßnahme statt.

Die Sanierung/Renovierung erfolgt in Abstimmung mit der Stadt Herrenberg, welche Teilprojekte in Eigenregie erfolgen können und welche Teilprojekte aufgrund statischer oder anderer Aspekte durch Fachfirmen erfolgen müssen. Auch hier können Jugendliche und junge Erwachsene partizipieren und lernen, was notwendig ist, um überhaupt eine Sanierung/Renovierung durchführen zu können (baurechtliche Aspekte, Umgang mit der Stadtverwaltung).
Unser Ziel sollte es sein, Jugendlichen und jungen Menschen im Rahmen des Jugendhauses eine Berufsorientierung, das Übernehmen von Verantwortung und sozialer Teilhabe zu ermöglichen. Durch die Erweiterung des Personalkostenbudgets und des Projektes „Pimp my Juha“ können wir ein solides Fundament hierfür schaffen.

Da ohnehin Sanierungs-/Renovierungsmaßnahmen anstehen, handelt es sich in Teilen der benötigten Mittel um eine Umschichtung der Mittel. Der Gedanke dahinter ist, die benötigten Mittel für Arbeitsstunden durch externe Handwerke dem Jugendhaus in Form der befristeten Erhöhung der Personalkosten zur Verfügung zu stellen und dabei ein sinnstiftendes Projekt mitzufinanzieren.
Die Bereitstellung der benötigten Mittel, Erhöhung Personalkostenzuschuss sowie Mittel zur Sanierung/Renovierung erfolgt aus den liquiden Mitteln der Stadt Herrenberg.

Für die Fraktion der SPD
Sarah Holczer
stellv. SPD-Fraktionsvorsitzende

Antrag als PDF-Datei

 

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