Parken kostet immer

Veröffentlicht am 23.04.2026 in Aktuelles

"Meine Meinung" von Bodo Philipsen im Gäuboten vom 21.4.2026

Fast alle fahren wir Auto, aber gleichzeitig klagen wir alle über die Belastungen durch das Auto: Lärm, Abgase, Gefährdung von Fußgängern und Radfahrern und überall parkt das abgestellte Automobil die Straßen zu. Nach der Novellierung der StVO können die Kommunen nun leichter als bisher Maßnahmen dagegen ergreifen.

In Teilen der Kernstadt vorwiegend in Bahnhofsnähe haben wir seit Jahren eine Parkraumbewirtschaftung, die sich bewährt hat: Weniger Parksuchverkehr, weniger Parkdruck in Wohngebieten. Mit der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung auf die Wilhelmstraße/Wengertweg und im Bereich der Berliner Straße kommt die Verwaltung nun einem Anliegen eines interfraktionellen Antrags nach, die Parkraumbewirtschaftung auszudehnen.

Es bleiben die Stadtteile. In Affstätt kann ich beispielsweise beobachten, dass in der Conrad-Weiser-Straße, an der Rainstraße oder entlang der Kuppinger Straße ständig alles mit Autos, abgestellten Anhängern oder Campern zugeparkt ist. Müllabfuhr und Feuerwehr haben Mühe sich einen Weg zu bahnen.

Ein Stellplatz auf dem eigenen Grundstück oder in der Tiefgarage ist teuer, manchmal mehr als 40 000 Euro. Auf der öffentlichen Straße zu parken, ist dagegen kostenlos, allerdings natürlich nur für den Parker, nicht für die Stadt. Gebühren zu erheben wäre also nicht nur gerechtfertigt, sondern auch gerechter. Noch gerechter wäre es, wenn große Camper oder SUVs mehr zahlen müssen, was unser gemeinsamer Antrag forderte. Wie meist in der Politik gibt es also kein Schwarz oder Weiß, richtig oder falsch. Natürlich wird das Wohnen teurer, wenn die Stellplätze auf dem privaten Grundstück erstellt werden. Ein möglichst geringer Stellplatzschlüssel führt auch nicht automatisch zum Umstieg auf ÖPNV, Rad oder zu Fuß gehen, sondern manchmal eben auch nur zum Abstellen auf der Straße. Aber mit einer Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung, auch in den Stadtteilen, würden wir zwar das Parken im öffentlichen Straßenraum nicht verbieten, aber kostenpflichtig machen und das dauerhafte Abstellen von Fahrzeugen untersagen. Wenn dafür ein städtebaulich-verkehrsplanerisches Konzept erforderlich ist, dann erstellen wir dies eben. Viele Städte machen es uns vor.

 

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