"Meine Meinung" von Bodo Philipsen im Gäuboten vom 18.2.2026
„Oh je, mein Kind kommt in die Schule. Dann ist es ja viel kürzer als bisher betreut.“ Diese Sorge müssen Sie ab dem Schuljahr 2026/27 nicht mehr haben, weil alle Grundschulen ein Ganztagesbetreuungsprogramm für die Erstklässler anbieten müssen. Bis 2029 wird es jedes Jahr um eine Klassenstufe erweitert. Der Rechtsanspruch besteht auch in den Schulferien, maximal 4 Wochen Schließzeit sind erlaubt.
Die SPD-Gemeinderatsfraktion beantragt:
"Die Stadt Herrenberg nimmt baldmöglichst Gespräche mit den zuständigen Behörden auf, um eine direkte Anbindung der Buslinie 770 (Herrenberg-Calw) an das neue Klinikum Calw zu erreichen
Begründung
Leider wurde im November 2025 die Notfallpraxis der kassenärztlichen Vereinigung im Krankenhaus Herrenberg geschlossen. Erwachsene Patienten müssen sich nun am Wochenende an die Notfallpraxen in Sindelfingen, Tübingen oder Calw wenden. Für Menschen die auf den ÖPNV angewiesen sind, ist dies mit einem erhöhten Zeit- und Umsteigeaufwand verbunden.
Das neue Klinikum in Calw-Stammheim eröffnet nun zeitnah die Möglichkeit, eine direkte Anbindung ohne Umstieg von Herrenberg an eine Klinik mit Notfallpraxis zu ermöglichen. Ebenfalls profitieren würden von einer direkten Anbindung:
- Patienten und deren Besucher die ambulant (z.B. Radiologie) oder stationär
(Calw mit Schwerpunkt Orthopädie) den Gesundheitscampus Calw aufsuchen.
- Mitarbeitende des Klinikums aus dem Raum Herrenberg / Deckenpfronn
Hierzu müsste die Linienführung der Buslinie 770 geringfügig angepasst werden. Es könnte damit für Betroffene eine umsteigefreie Fahrzeit von ca. 35 Minuten erreicht werden.
Für die SPD-Fraktion Bodo Philipsen, 23.1.2026
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Haushaltsrede von Bodo Philipsen am 27.1.2026 für die SPD-Fraktion
Es sind die Städte und Gemeinden, die täglich für zuverlässige Kinderbetreuung und saubere Schulgebäude, für Feuerwehr und Wasserversorgung, für ordentliche Straßen, Parkplätze und Radwege, für die Integration von zugewanderten Menschen und für Schulsozialarbeit, für die Musikschule, den Sport, die Bäder oder die VHS, aber auch für bezahlbare Wohnungen und Klimaschutz sorgen. Und in der Regel geschieht dies alles demokratisch, geräuschlos, gut organisiert und ohne Korruption. Das alles ist nicht wenig und in den meisten Ländern träumen die Menschen von solchen Verhältnissen.
"Meine Meinung" von Petra Menzel im Gäuboten vom 28.1.2026
Landesweit kämpfen Städte und Gemeinden mit engen Haushalten. Die Ursachen dafür müssen von Bund, Land und Kommunen grundsätzlich angegangen werden. In dieser Situation ist klar, dass wir auch in Herrenberg nach Einsparmöglichkeiten suchen. Sparen allein löst aber unsere strukturellen Probleme nicht und darf gerade in einer Zeit, in der wir in vielen Bereichen Nachholbedarfe haben, nicht zum Stillstand führen. Wir müssen deshalb mit Nachdruck auch unsere Einnahmen verbessern.
Auch wenn aktuell die Leistungen der Stadt in der gewohnt guten Qualität bei den Bürgern ankommen, so ist die SPD-Gesamtfraktion aus Gemeinde- und Ortschaftsräten auf ihrer Haushaltsklausur gewarnt: „Spätestens 2029 fährt unser Haushalt gegen die Wand, wenn es bis dahin keine nachhaltigen Finanzhilfen des Bundes oder Landes gibt“, so der langjährige Fraktionsvorsitzende Bodo Philipsen. Noch nie habe er die Lage so dramatisch erlebt.
Deswegen fordern die Sozialdemokraten als Wichtigstes eine Finanzstrukturreform, die die Kommunen strukturell besser ausstattet.